Über uns

Der uralte Lichtmess-Gedanke beinhaltet, dass der Winter zu Beginn des Monats Februar an Stärke verliert und die Tage länger und heller werden. Der Strohbär, aus Erbsenstroh gebunden, ist das Wahrzeichen der Lichtmess und soll den Austrieb des Winters verkörpern und das kommende Frühjahr verkünden.

Lichtmess wird schon seit alten Zeiten mit derben Späßen und Mummenschanz gefeiert. In der rauen Winterzeit war es der Dorfjugend nicht mehr möglich, im Freien gesellig zusammenzukommen. So traf man sich in der Zeit von November bis März reihum in den warmen Stuben zum gemütlichen Beisammensein. Lustiges und wohl auch grusliges wurde erzählt und alte Volkslieder gesungen. Spiele und Späße sorgten für Unterhaltung. So entstanden die Spinnstuben die zu Beginn des letzten Jahrhunderts in Lichtstuben umbenannt wurden.

Am 2. Februar, zu Mariä Lichtmess, wurde seit dem 18. Jahrhundert das eigentliche Fest der Lichtstuben gefeiert. In diesem Fest leben die alten Bräuche der Winteraustreibung weiter. Ursprünglich zog die Jugend des Ortes mit einem in Stroh verkleideten Burschen, dem Bär, durchs Dorf. Erst später musste der Bär tanzen und es wurden Geld und Lebensmittel eingesammelt. Außer dem Strohbären bewegten sich viele Masken durch den Ort, die mit dem Klappscheid bettelten. Später gestaltete sich der Tag so, dann am Montagvormittag die Strohbären von den Bärentreibern durchs Dorf geführt wurden, während die Mädchen Kuchen in den Backhäusern gebacken und das Mittagessen zubereitet haben.  

Am Nachmittag schmückten die Lichtstubenteilnehmer ihre Wagen und zogen verkleidet zum Markt, wo dann, zum Vergnügen von Jung und Alt, einzelne Schwänke aus den Lichtstuben oder besondere Ereignisse aus dem Dorf vorgetragen wurden. Am Abend ging es in den Lichtstuben und im ganzen Ort lustig zu.  

Mit dem 1954 durch Gerhard Schwerdt gebildeten Elferrat und seinen Veranstaltungen wurde ein Lichtmess Karneval geschaffen, der immer stärker zur Sache aller Bürger unseres Dorfes wurde. Den ersten Umzug am 2.Februar 1954 bildeten 10 Wagen, die von verkleideten Gestalten begleitet wurden. 

Der Umzug wurde von einem frisch gewählten Prinzenpaar angeführt und die Prinzenwache, die Lichtmess- Polizei und die Schlagbaumwache sorgten für Ordnung im Umzugablauf sowie in den sich anschließenden Lichtmessveranstaltungen.

Seit der Gründung im Jahre 1954, vom ersten Elferrat unter der Leitung des ersten Präsidenten Gerhard Schwerdt, lag das Augenmerk stehts darauf, unser Publikum mit Frohsinn und Heiterkeit zu erfreuen. Nach der 30-jährigen Amtszeit des 1. Präsidenten Gerhardt Schwerdt, wurde vom Vorstand des JKC unter der Leitung des 2. Präsidenten Albrecht Labenz der Beschluss gefasst, den Präsidenten nach einer 5-jährigen Amtszeit zu entlasten und einen Nachfolger zu wählen. Mit diesem Beschluss erhielt unser Lichtmess-Karneval stehts neue zeitgemäße Impulse, die sich bis zum heutigen Tag zur Traditionserhaltung erfolgreich bewährt haben.  

Unsere Präsidenten

Amtszeit 1954 - 1984 :  Gerhard Schwerdt 

Amtszeit 1985 - 1989 :  Albrecht Labenz 

Amtszeit 1990 - 1994 :  Rainer Panzner 

Amtszeit 1995 - 1999 :  Herbert Rust 

Amtszeit 2000 - 2004 :  Gerhard Reizlein 

Amtszeit 2005 - 2009 :  Heiko Krieg  

Amtszeit 2010 - 2014:  Nicky Wenzel  

Amtszeit 2015 - 2019:  Stefan Dreßler  

Amtszeit 2020 - 2024: Daniel Kayser
Amtszeit 2025 - 2029: Eric Göpfert